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„Österreich“ und Madonna …

September 24, 2008

Jetzt haben wir es also überstanden, das Madonna-Konzert auf der Wiener Donauinsel. Was es jetzt noch zu überstehen gilt, ist die Nachberichterstattung in „Österreich“.

Die übernimmt dort natürlich „Experte“ Thomas Zeidler. Er hat es zwar inzwischen geschafft, die Tour nicht mehr unter dem Motto „Sticky & Sweat“ laufen zu lassen (richtig wäre „Sticky & Sweet“), doch mit dem Englisch hapert es nach wie vor.

„Allright Vienna“, soll Madonna dem begeisterten Publikum entgegengerufen haben – nun gut, „alright“ gehört auch zu den wirklich kniffligen Englisch-Vokabeln, dessen Schreibweise ganz andere Kaliber verzweifeln lässt …

Mal schauen, wie es mit den Deutschkenntnissen aussieht:

Sie stieg noch am Rollfeld die Mercedes-Limousine …“

„Vor den Säunen versuchten Ticket-Schwsarzhänder verzweifelt ihre Karten zu verramschen (aein schlechtes Geschäft).“

„Bei ‘She’s the One’ küsste eine Tänzerin im Madonna-Style der achziger Jahre“

„Eingehüllt in einen weißen Bademantel mit dem Dancing Queen und von einer Polizeieskorte begleitet, ging es mit 150km/h wieder zum Flughafen.“

„Schon zum zweiten Song ‘Beat Goes On’ bewies Ortskenntnis und fuhr dann im coolen Gangsta-Cadillac den 25 Meter Steg entlang.“

Harter Stoff! Was Thomas Zeidler sonst noch auffiel:

- Madonna bedachte ihre Fans aus der schwarzen Limousine mit einem „Papst-ähnlichen“ Winken … also das hätten wir gerne näher erklärt: Hat sie das Papst-Winken einfach nicht zu 100 % hinbekommen oder hat sie sich vom Pontifex nur die Grundwinkbewegung abgeschaut und danach locker gefreestylt?

- Madonnas Privatjet hat das Kennzeichen LZ-YUM – investigativer Journalismus lebe hoch!

- Madonna startet ihr Konzert 25 Minuten zu früh – eine Meinung, die „Österreich“ österreichexklusiv vertritt … andere Medien sind vielmehr der Meinung, dass das Konzert eine halbe Stunde zu spät begann.

Update: „Österreich“ steht mit seiner „25 Minuten zu früh“-Meinung tatsächlich alleine da. Von Seiten der Veranstalter heißt es: „Mit einer Verspätung von etwa 40 Minuten betrat dann endlich Madonna die Bühne.“

Kulturtempel Gasometer

September 11, 2008

Wenn „Österreich“-Musikexperte Thomas Zeidler nicht gerade investigative Interviews führt oder sein Englisch-Wörterbuch sucht, dann gibt er kulturelle Tipps.

Zum Beispiel anlässlich der Wiedereröffnung des Wiener Gasometers. Dort ortet Zeidler einen Auftritt von Musikgrößen wie [...] Alex Bisenz.“ Wer erinnert sich nicht an Bisenz-Hits wie … genau. Bisenz-Hits eben. Ist ja eine Musikgröße.

Dafür geht es hochliterarisch weiter, denn am 3. 10. gibt sich im Gasometer laut Zeidler niemand Geringerer als „Heine“ die Ehre. Sie wissen schon, der Romantiker und Verfasser von Werken wie „Der Schwabenspiegel“, „Französische Zustände“ und „Schwarzbraun ist die Haselnuss“.

Die „Österreich“-Mutprobe

September 4, 2008

Manche Dinge im Leben macht man bestimmt nicht freiwillig – außer es findet sich jemand, der einem einen finanziellen Anreiz bietet. Zum Beispiel:

- „10 Euro, wenn du nackt vom 10-Meter-Brett springst“
- „50 Euro, wenn du die Flasche Tabasco in einem Zug austrinkst!“

Und für die ganz Mutigen, denen keine Gefahr zu riskant erscheint, gibt es jetzt folgendes Angebot:

Zugegeben, das ist echt harter Stoff! Selbst geübten Lesern raten wir davon ab, diese Mutprobe einzugehen. Denn bei der Lektüre von „Österreich“ weiß man nie, was einen diesmal für eine journalistische Meisterleistung erwartet.

Zum Beispiel jene von Musikredakteur Thomas Zeidler (sie wissen schon, der überwuzelte Berufsjugendliche mit der Englisch-Schwäche). Er hat es sich nicht nehmen lassen, Pete Doherty zu stalken und bei der Gelegenheit ein professionelles Foto zu schießen:

Dazu dann noch die unvergleichlich originelle Interview-Frage: „Wie geht es ihnen jetzt?“ – das ist nichts für schwache Nerven!

Wir appellieren also an Ihren gesunden Menschenverstand: „Österreich“ weiß schon, warum es seinen Leser Geld zahlen muss, damit das Blatt überhaupt gelesen wird. Hände weg! ;-)