Mit ‘österreich’ verschlagwortete Einträge

Unwort des Jahres

Oktober 2, 2008

Unsere geschätzte Premierenposterin Martina Rupp legt ihre Kolumnen leider immer noch in die zittrige Hand der „Österreich“-Redaktion. Prinzipiell keine gute Idee.

In der heutigen Rupp-Kolumne geht es um die „Wörter des Jahres“. Und Frau Rupp hat da so ihre „Favorits“:

Liebe Frau Rupp, selbst wenn mit „Favorits“ die englische Version von „Favoriten“ gemeint war – so schreibt man das nicht einmal in Ausnahmefällen. Für uns eindeutig das Unwort des Jahres.

Bilderklau mit „Österreich“

Oktober 1, 2008

Die erste Staffel von „Starmania“ ist zwar noch nicht gestartet, die Finalkandidaten stehen aber schon fest.

Grund genug für „Österreich“, das Privatleben der Finalisten nach Aufregern zu durchforsten. Und lange brauchte die „Österreich“-Redaktion nicht zu suchen (Unkenntlichmachung der Fotos von uns):


Kandidatin Evelyn
hat in einem Fotostudio erotische Fotos von sich anfertigen lassen. O-Ton „Österreich“: „Sie ließ sie extra im Fotoatelier Yvonne in Pucking machen.“

Aber wie kommen nun die Fotos von der Homepage des Fotostudios ohne Quellenangabe in die heutige „Österreich“-Ausgabe? Auf keinen Fall mit Erlaubnis der Fotografin oder der Starmania-Kandidatin, wie ein Anruf im Fotoatelier Yvonne ergibt:

„Bei uns hat gestern eine Dame von „Österreich“ angerufen und uns gebeten, dass wir ihr zwei Fotos von Evelyn Mair von unserer Homepage in hoher Qualität zur Verfügung stellen. Nach Rücksprache mit Frau Mair haben wir das abgelehnt. „Österreich“ hat die Fotos ohne unsere Erlaubnis dennoch abgedruckt. Wir überlegen uns auf jeden Fall, rechtliche Schritte einzuleiten.“

Von wem „Österreich“ derartig unseriöse Methoden wohl übernommnen hat? Ein Blick auf den Screenshot des StudiVZ-Profils von Evelyn Mair in der heutigen „Österreich“-Ausgabe zeigt, woher: Denn dort sind auch die anderen Fenster zu sehen, die der „Österreich“-Redakteur in seinem Internetbrowser geöffnet hat – unter anderem das des deutschen Qualitätsportals bild.de. Gleich und Gleich gesellt sich eben gern …

„Österreich“ und Madonna …

September 24, 2008

Jetzt haben wir es also überstanden, das Madonna-Konzert auf der Wiener Donauinsel. Was es jetzt noch zu überstehen gilt, ist die Nachberichterstattung in „Österreich“.

Die übernimmt dort natürlich „Experte“ Thomas Zeidler. Er hat es zwar inzwischen geschafft, die Tour nicht mehr unter dem Motto „Sticky & Sweat“ laufen zu lassen (richtig wäre „Sticky & Sweet“), doch mit dem Englisch hapert es nach wie vor.

„Allright Vienna“, soll Madonna dem begeisterten Publikum entgegengerufen haben – nun gut, „alright“ gehört auch zu den wirklich kniffligen Englisch-Vokabeln, dessen Schreibweise ganz andere Kaliber verzweifeln lässt …

Mal schauen, wie es mit den Deutschkenntnissen aussieht:

Sie stieg noch am Rollfeld die Mercedes-Limousine …“

„Vor den Säunen versuchten Ticket-Schwsarzhänder verzweifelt ihre Karten zu verramschen (aein schlechtes Geschäft).“

„Bei ‘She’s the One’ küsste eine Tänzerin im Madonna-Style der achziger Jahre“

„Eingehüllt in einen weißen Bademantel mit dem Dancing Queen und von einer Polizeieskorte begleitet, ging es mit 150km/h wieder zum Flughafen.“

„Schon zum zweiten Song ‘Beat Goes On’ bewies Ortskenntnis und fuhr dann im coolen Gangsta-Cadillac den 25 Meter Steg entlang.“

Harter Stoff! Was Thomas Zeidler sonst noch auffiel:

- Madonna bedachte ihre Fans aus der schwarzen Limousine mit einem „Papst-ähnlichen“ Winken … also das hätten wir gerne näher erklärt: Hat sie das Papst-Winken einfach nicht zu 100 % hinbekommen oder hat sie sich vom Pontifex nur die Grundwinkbewegung abgeschaut und danach locker gefreestylt?

- Madonnas Privatjet hat das Kennzeichen LZ-YUM – investigativer Journalismus lebe hoch!

- Madonna startet ihr Konzert 25 Minuten zu früh – eine Meinung, die „Österreich“ österreichexklusiv vertritt … andere Medien sind vielmehr der Meinung, dass das Konzert eine halbe Stunde zu spät begann.

Update: „Österreich“ steht mit seiner „25 Minuten zu früh“-Meinung tatsächlich alleine da. Von Seiten der Veranstalter heißt es: „Mit einer Verspätung von etwa 40 Minuten betrat dann endlich Madonna die Bühne.“

„Österreich“ erhöht Preis um über 300%

September 18, 2008

Am Freitag hat „Österreich“ für seine Leser ein ganz besonderes Angebot:

Die Freitags-Ausgabe von „Österreich“ und die laut „Österreich“ „neue Madonna-DVD“ (Erscheinungsdatum Jänner 2007) um NUR 12,90 €!

Was für ein Schnäppchen! Die DVD ist im Moment bei einem großen Online-Versandhaus und auch im gut sortierten Fachhandel um unter 10 Euro zu haben.

Das macht dann für die „Österreich“-Freitagsausgabe einen Schnäppchenpreis von NUR 2,90 € im Vergleich zum Normalverkaufspreis von 70 Cent. Wer da nicht zugreift, ist selbst schuld …

Schmerzensgeld für „Österreich“-Leser

September 18, 2008

„Österreich“ versucht nach wie vor, todesmutige Menschen mit Schmerzensgeld zu ködern:

Und nach wie vor bekommt man die 100 Euro Schmerzensgeld sinnloserweise „bar auf Ihr Konto“ überwiesen – wie auch immer das funktionieren soll.

Die „Österreich“-Grafikabteilung hat sich auf jeden Fall wieder einmal Gedanken gemacht, wie man „100 Euro bar auf Ihr Konto“ passend bebildern kann. Eines sei verraten: Lang wurde nicht nachgedacht:

Übrigens: „Unsere sympathischen Zusteller bringen Ihnen Ihr „Österreich“ täglich nach Hause – mit einem Lächeln …“

Ein Fortschritt – bislang haben die sympathischen Zusteller die Zeitung in einigen Fällen (mit einem Lächeln ?) in den Briefkasten gestopft …

„Österreich“ todesmutig im Schneechaos

September 17, 2008

Dass sich die „Österreich“-Redakteure furchtlos in die Untiefen des logischen Denkens bewegen, ist hinlänglich bekannt. Aber jetzt hat sich Redakteurin Susanne Drachsler sogar todesmutig in das Schneechaos gewagt. Als „embedded journalist“ sozusagen.

„ÖSTERREICH-Reporterin war im Schneechaos“ titelt Krisenreporterin Drachsler aufgeregt – Gerüchte, dass sich das Schneechaos in den Nassräumen der „Österreich“-Redaktion abgespielt hat, werden sofort widerlegt: Es geht um das Schneechaos in Obertauern.

Weiter im Text. Ihr Einsatz, Susanne: „Zehn Zentimeter Neuschnee und eisige Kälte: Obertauern versinkt im Winterchaos“

Schock – was wird uns und Krisenreporterin Susanne erwarten? Nicht befahrbare Straßen? Von der Außenwelt abgeschnittene Dörfer? Abgefrorene Gliedmaßen überraschter Touristen? Lesen Sie, was sich im Winterchaos von Obertauern abspielt:

„Ein paar Kinder und Jugendliche liefern sich lauthals die erste Schneeballschlacht des Jahres.“

„Vor den Häusern blinzeln die ersten Schneemänner der Saison durch den Gartenzaun“

„‘Bis die Liftbetreiber allerdings loslegen, dauert es noch’, verrät Tourismuschef Mario Seidler, ohne seine Vorfreude auf die erste Pistengaudi zu verbergen“

„‘Wenn der Schnee so bleibt, könnten wir früher beginnen’, freut sich ein Mitarbeiter.“

„Selbst die Hoteliers jubeln: ‘Bei dem Wetter kommt der Gusto auf den Winter, die ersten Leute buchen schon.’“

Krisenreporterin Susanne hat uns also nicht zuviel versprochen: Winter- und Schneechaos, soweit das Auge blickt. Aber es kommt noch schlimmer:

“ ‘Wir sind eigentlich zum Wandern gekommen’, ärgert sich ein niederländisches Ehepaar, ‘jetzt müssen wir Haube und Handschuhe kaufen.’“

Narren! Seid froh, wenn ihr dem Chaos lebend entrinnt! Ein Dank an Teufelsreporterin Susanne Drachsler für ihren selbstlosen Einsatz im Schneechaos-Krisengebiet!

Kulturtempel Gasometer

September 11, 2008

Wenn „Österreich“-Musikexperte Thomas Zeidler nicht gerade investigative Interviews führt oder sein Englisch-Wörterbuch sucht, dann gibt er kulturelle Tipps.

Zum Beispiel anlässlich der Wiedereröffnung des Wiener Gasometers. Dort ortet Zeidler einen Auftritt von Musikgrößen wie [...] Alex Bisenz.“ Wer erinnert sich nicht an Bisenz-Hits wie … genau. Bisenz-Hits eben. Ist ja eine Musikgröße.

Dafür geht es hochliterarisch weiter, denn am 3. 10. gibt sich im Gasometer laut Zeidler niemand Geringerer als „Heine“ die Ehre. Sie wissen schon, der Romantiker und Verfasser von Werken wie „Der Schwabenspiegel“, „Französische Zustände“ und „Schwarzbraun ist die Haselnuss“.

Schwarzes Loch in der „Österreich“-Redaktion

September 11, 2008

In der Schweiz wurde gestern der leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt in Betrieb genommen. Das Ziel: Kleinste Teilchen kollidieren zu lassen, um die Existenz des Higgs-Bosons nachweisen zu können. Kritiker befürchten, dass dabei kleine schwarze Löcher entstehen könnten und warnen vor den Folgen.

Das klingt kompliziert. Weit weniger kompliziert ist die Tatsache, dass am 10. September zwar der Teilchenbeschleuniger in Betrieb genommen wurde, erste Experimente mit Teilchen-Kollisionen aber erst in frühestens einigen Wochen stattfinden werden.

Viel zu kompliziert für „Österreich“. Dort wurde am Mittwoch gefragt: Geht heute die Erde unter?“ Und zum Beweis, dass ein bisschen dümmer immer geht, heißt es heute: „Hurra wir leben noch, dachten sich gestern Vormittag Menschen in aller Welt“.

Und obwohl das Experiment noch überhaupt nicht gestartet wurde, gibt „Österreich“ schon jetzt (und wahrscheinlich weltexklusiv) Entwarnung: „Die Angst der vergangenen Tage ist nun vorbei“.

Da schon morgen allerdings eine weitere Ausgabe von „Österreich“ erscheint, müssen wir warnen:

Die Angst ist noch lange nicht vorbei!

Österreicher des Tages (4)

September 8, 2008

Wenn nicht gerade asiatische Speisen , die Stadt Bregenz oder der tschechische Außenminister (mit tschechischer und schweizer Staatsbürgerschaft) zum „Österreicher des Tages“ in „Österreich“ gekürt werden, dann eben Personen oder Vereine, die sich um die wirklich wichtigen Dinge im Leben sorgen.

Zum Beispiel Dinge wie Waffen oder militärische Fahrzeuge:

Die „Österreich“-Mutprobe

September 4, 2008

Manche Dinge im Leben macht man bestimmt nicht freiwillig – außer es findet sich jemand, der einem einen finanziellen Anreiz bietet. Zum Beispiel:

- „10 Euro, wenn du nackt vom 10-Meter-Brett springst“
- „50 Euro, wenn du die Flasche Tabasco in einem Zug austrinkst!“

Und für die ganz Mutigen, denen keine Gefahr zu riskant erscheint, gibt es jetzt folgendes Angebot:

Zugegeben, das ist echt harter Stoff! Selbst geübten Lesern raten wir davon ab, diese Mutprobe einzugehen. Denn bei der Lektüre von „Österreich“ weiß man nie, was einen diesmal für eine journalistische Meisterleistung erwartet.

Zum Beispiel jene von Musikredakteur Thomas Zeidler (sie wissen schon, der überwuzelte Berufsjugendliche mit der Englisch-Schwäche). Er hat es sich nicht nehmen lassen, Pete Doherty zu stalken und bei der Gelegenheit ein professionelles Foto zu schießen:

Dazu dann noch die unvergleichlich originelle Interview-Frage: „Wie geht es ihnen jetzt?“ – das ist nichts für schwache Nerven!

Wir appellieren also an Ihren gesunden Menschenverstand: „Österreich“ weiß schon, warum es seinen Leser Geld zahlen muss, damit das Blatt überhaupt gelesen wird. Hände weg! ;-)