Martin Lang ist der Sportmoderator bei „Wien Heute“. Aber eigentlich ist er die Antithese zum Sportmoderator. Schaut er direkt in die Kamera, beginnt sein rechtes Auge zu zucken und symbolisiert, wie unwohl er sich in seinem schultergepolsterten Sakko bei direktem Kamerakontakt fühlt. Irgendwie hat man dann Mitleid mit ihm. Schließlich hat jeder schon einmal versucht, sich in einer Rolle zu behaupten, die einem so überhaupt nicht liegt. Sportmoderator zum Beispiel.
In seinem Profil auf orf.at steht zu lesen, dass Martin Langs größte Schwäche Gleichgültigkeit ist. Damit wäre erklärt, warum er am Tag der Bestellung des neuen ÖFB-Teamchefs ungerührt dem geneigten „Wien Heute“-Zuschauer einzureden versuchte, dass eben dieser Teamchef mit Vornamen „Karol“ hieße. Nicht einmal, nicht zweimal … immer wieder „Karol“.
Trotzdem nehme ich Martin Lang Gleichgültigkeit als Begründung für solche Fehler nicht ab. Es ist schlicht und einfach Konzentrationsschwäche. Wenn man dermaßen darauf konzentriert ist, einen Sportmoderator zu imitieren, dann können einem schon einmal inhaltliche Fehler passieren.
P.S.: Karel!
