Das „Österreich“-Nachteils-Probeabo

By gmmstitches

Auch ich habe es damals getan. Das „Österreich“-Probeabo bestellt. Damals, als es noch nicht klar war, dass man statt einer Zeitung ein Satiremagazin erhält.

Das Angebot Die Theorie: Einen Monat lang gratis „Österreich“ testen, das jeden Morgen in aller Frühe frisch auf der Türmatte liegt. Die Praxis: In den vier Testwochen habe ich drei „Österreich-Ausgaben erhalten, die irgendwann im Laufe des Tages in den Briefkasten gestopft wurden.

Kaum zwei Jahre später erhalte ich einen Anruf von „Österreich“:

„Sie haben vor einiger Zeit „Österreich“ gestet und sind daher jetzt Vorteils-Testkunde, dem wir ein besonderes Testangebot vorschlagen dürfen!“

„Interessant *Lüge*. Und wie sieht dieses Angebot aus?“

„Sie erhalten von uns einen Monat lang die Zeitung „Österreich“ und als Geschenk die DVD „Die Fälscher“ dazu. Das kostet Sie nur 11,90 Euro! Darf ich Sie für dieses tolle Vorteilsangebot eintragen?“

„Lassen Sie mich kurz überlegen – NEIN.“

„Aber warum denn nicht? Sie bekommen auch eine DVD als Geschenk!“

„Das ist leicht erklärt: Sie haben mir doch gerade erzählt, ich sei ein Vorteils-Testkunde, weil ich „Österreich“ schon einmal getestet habe. Damals lautete das Angebot ein Monat gratis „Österreich“. Jetzt wollen Sie von mir für einen Monat, in dem ich „Österreich“ testen kann, 11,90 Euro. Wo ist denn jetzt der Vorteil hinverschwunden?“

„Ja Sie bekommen doch aber die DVD geschenkt und die 11,90 Euro sind für die Zustellung, die muss ja auch bezahlt werden.“

„Wie Sie selbst sagen ist die DVD ein Geschenk. Das macht es dann auch nicht besser, dass ich für ein so genanntes Vorteilsangebot mehr zahlen soll, als für meinen letzten Test, bei dem ich noch kein Vorteils-Testkunde war. Und schließlich gibt es „Österreich“ ja gratis bei fast jeder U-Bahn-Station – also ist die Motivation, dafür jetzt etwas bezahlen zu müssen, nicht gerade hoch.“

„Sie wollen dieses tolle Angebot also nicht annehmen?“

*Kopf – Tisch*

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Eine Antwort zu „Das „Österreich“-Nachteils-Probeabo“

  1. Schmerzensgeld für “Österreich”-Leser « Gimme Stitches sagt:

    [...] Fortschritt – bislang haben die sympathischen Zusteller die Zeitung in einigen Fällen (mit einem Lächeln ?) in den Briefkasten gestopft [...]

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